Open menu
   

NOZ vom 11.07.2017 von Ursula Holtgrewe

 

Fröhliches Fest auf dem Klausberg

 

Die gut gelaunten Osterberger Hofstaaten feierten ein fröhliches Jahresfest auf dem Klausberg. Foto: Ursula Holtgrewe

 

In 50 Jahren dreimal Schützenkönig zu werden, das schafft so schnell keiner. Der Osterberger Siegfried Schirmbeck aber doch. Er regiert nach 1967 und 2016 auch in dieser Saison das Schützenvolk mit der Chance, erneut Gemeindekönig zu werden. Mit dem Kinderschützenfest am Montag endete ein fröhliches Jahresfest auf dem Klausberg.

Dass Schirmbeck erneut den Thron erklomm, ist auch seinem Enkel Benjamin zu verdanken. „Er hat seinen Opa angefleht: ,Das geht doch nicht, dass Osterberg keinen König hat. Opa, kannst du das nicht noch mal machen?“ berichtete Doris Schirmbeck zu Beginn ihrer zweiten Amtszeit an der Kaffeetafel zu Hause. Gerda Brönstrup versicherte schelmisch: „Wir machen das bis zum 90. Geburtstag von Doris so weiter.“

„Eine Krankheit ist schlimmer“, stellte Ehrendame Erika Marsch fest. Das Gelächter des Wiederholungshofstaates bestätigte sie. Wie im Vorjahr sind die Adjutanten Friedel und Gudrun Bovenschulte. Weitere Ehrendamen sind Gerda Brönstrup, Siegrid Henning und Ursula Paesler. Sie feierten mit Lotter Gastvereinen am Samstag zur Musik von „Fantasy“ einen fantastischen Schützenball. Ein Video beweist, dass Doris Schirmbeck auch zum „Hodio“ von Andreas Gabalier auf der Bühne ihre Frau steht.

Zu den Marschtakten des Spielmannszuges Velpe bewegte sich der Tross, begleitet von drei geschmückten Kutschen von Heiko Wortmann, am Sonntag zum Festplatz. Unterwegs schloss sich der Bruderverein Leeden-Loose mit der Spielgemeinschaft der freiwilligen Feuerwehr Lengerich und Ledde an.

Auf dem Klausberg wartete eine stattliche Besucherzahl auf die Ankunft auch des Kinderhofstaates, bestehend aus König Moritz Brönstrup, begleitet von Greta Jäger, und den Vize-Kinderköniginnen Julie und Annelie Strübbe.

Schützenpräsident Stefan Kunz hieß alle willkommen und stellte den amtierenden Gemeindekönig und Osterberger Ehrenpräsidenten Siegfried Schirmbeck als König vor.

„Unsere Unterstützung habt ihr, das sind wir euch schuldig“, freute sich Kunz, dass der Verein nicht ohne Majestät dasteht. Er betonte, dass Zusammenhalt und Engagement in einer starken Gemeinschaft wichtig seien; so wie es beim Schützenverein Osterberg als Tradition gepflegt werde.

Lottes Bürgermeister Rainer Lammers machte den Vorschlag, Siegfried Schirmbeck und dessen Frau Doris für fünf Jahre als König zu bestellen. Ob er zum zweiten Mal in Folge beim Gemeindekönigschießen antreten darf, werde geprüft. Ein Novum wäre, wenn Schirmbeck das gelänge.

Lammers wiederholte die Aufforderung: „Wir müssen überlegen, wie wir die Schützenfeste anders gestalten können.“ Im Blick hatte er, dass es in den Vereinen zunehmend schwieriger werde, einen König zu finden. Gleichwohl sehe er in Osterberg, der „Lotter Schweiz“, eine gesicherte Zukunft. Pastor Detlef Salomo betonte, dass Osterberg das habe, was sich die Bajuwaren ersehnten – einen König. „70 Prozent der Bayern möchten wieder einen König haben“, berichtete er über eine Umfrage dort. Die Trauer um den vor 150 Jahren ertrunkenen König Ludwig dauere an. „Daher heißt das Bier dort ,König Ludwig dunkel‘, in Osterberg ,König Siegfried hell‘“, erheiterte Salomo die Zuhörerschar.

 

Aus dem neuen Spiel fürs Osterberger Kinderschützenfest schauen die Hofstaaten (v.l.)
Annelie Strübbe, Moritz Brönstrup, Greta Jäger und Julie Strübbe heraus. Foto: Ursula Holtgrewe

 

Am gestrigen Montag standen nachmittags die Kinder im Mittelpunkt. Der Kinderfestausschuss Sylke Ahlfing, Petra Döhlemeyer, Simone Goldlücke und Christine Kunz hatten die traditionellen Gipsfiguren zum Bemalen vorbereitet und Spiele im Freien. Timo Walhorn präsentierte ein selbst gebautes Spiel: eine Art Kaspertheater, in dem es galt, Spielfiguren zu treffen. Den Erwachsenen schmeckte der selbst gebackene Kuchen, der im Schießstand für die Kinderkasse verkauft wurde, während der Nachwuchs sich im Freien vergnügte.

Beim Schützenfestkehraus zogen die Osterberger ein zufriedenes Fazit – und freuten sich bereits aufs Jahresfest 2018.